Feinstaubbelastung auch für Haustiere eine Gefahr

  • Luftqualität in Deutschland so schlecht wie seit Jahren nicht
  • Vorerkrankte Tiere können gefährdet sein
  • Tierärztin erklärt, was man tun kann, um Pferde und Kleintiere zu schützen

Uelzen, 14. Februar 2025

Die derzeit hohe Feinstaubbelastung in Deutschland kann nicht nur für vorerkrankte Menschen ein gesundheitliches Risiko darstellen, sondern auch eine Gefährdung für Haustiere wie Hunde, Katzen und Pferde bedeuten. 

Die Experten der Uelzener Versicherungen betonen: Grund zur Panik besteht nicht, dennoch ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Treten Symptome wie Husten, Atemnot, vermehrtes Niesen oder ein verschlechterter Allgemeinzustand auf, empfiehlt es sich in jedem Fall, tierärztlichen Rat einzuholen.

Pferde lieber im Stall lassen? Ganz im Gegenteil!

Die Lunge des Pferdes als eigentliches Steppentier ist besonders empfindlich gegenüber Staubbelastung. Aufgrund der bei uns üblichen Haltungsbedingungen mit dem grundsätzlichen Staubanfall durch Raufutter und Einstreu sind die Atemwege des Pferdes oft vorbelastet. Hinzu kommen eine geringere Luftbewegung im Stall und weniger Bewegungsaktivität als in freier Wildbahn. Eine stark erhöhte Feinstaubbelastung der Umwelt kann sich demnach zusätzlich schädigend auswirken, besonders, wenn bereits Vorerkrankungen wie Asthma oder COPD bestehen.

Félice Oude Hengel, Tierärztin bei der Uelzener, betont: „Pferde aufgrund der erhöhten Feinstaubwerte nicht mehr ins Freie zu lassen oder ihre Bewegung einzuschränken, könnte den gewünschten Effekt jedoch verfehlen.“ 

Da Pferde tendenziell eher in ländlichen Gebieten mit weniger Feinstaubbelastung als im städtischen Umfeld gehalten werden, übersteigen die Feinstaubwerte der Umgebung selten den der Stallluft. 

Eine Stallruhe erhöht daher eher die Feinstaubexposition und bringt nachteilige Effekte für Atmungsorgane und Kreislauf mit sich, denn gerade Bewegung und tiefe Atemzüge sind für die Selbstreinigungsfunktion der Lunge essenziell. Idealerweise sorgt man für lockere Bewegung bei guter Luftzirkulation. Extremanforderung bzw. Überlastung sollten bei bestehenden Vorerkrankungen aber selbstverständlich vermieden werden“, so die Expertin der Uelzener.

Haustiere mit Atemwegserkrankungen schützen

Bei Hunden, Katzen und anderen Kleintieren, die sich im Freien aufhalten, kann eine hohe Feinstaubbelastung der Luft ebenfalls eine gesundheitliche Gefährdung bedeuten, wobei es bestimmte Risikogruppen gibt, die besonderen Schutz brauchen. 

Dazu gehören kurzschnäuzige Haustiere aller Tierarten. Tierärztin Félice Oude Hengel erklärt: „Die Nasenhöhle dient unter anderem als wichtiger Filter für die Atemluft. Bei brachycephalen Rassen ist durch den kaum vorhandenen Platz im Nasenrachenraum diese Filterfunktion eingeschränkt. Kurzschnäuzige Tiere sind daher gefährdeter für Atemwegserkrankungen und leiden durch die eingeschränkten Luftwege auch stärker unter deren Symptomen, was im schlimmsten Fall bis hin zu lebensbedrohlichen Schockzuständen führen kann.”

Besonders bei den aktuellen Feinstaubwerten sollten brachycephale Rassen also vor übermäßiger Bewegungsleistung geschützt werden.

Auch die steigende Anzahl allergischer Erkrankungen bei Haustieren kann die Empfindlichkeit gegenüber Feinstaub erhöhen. Viele Katzen leiden unter Asthma, das sich unter starker Feinstaubbelastung verschlimmern kann.

Tipp der Tierärztin: „Besitzt man ein staubsensibles oder vorerkranktes Tier, sollte man ein besonderes Augenmerk darauf legen, Stadtspaziergänge im dichtesten Berufsverkehr zu meiden und für Ausflüge eher ländliche Gebiete mit mehr Luftbewegung anzusteuern, um die Exposition mit Feinstaub so gering wie möglich zu halten.”

In den eigenen vier Wänden können Raumluftfiltersysteme Erleichterung verschaffen.

Die gute Nachricht: Die Luftqualität in Deutschland ist heutzutage deutlich besser als noch vor einigen Jahrzehnten, auch in den Städten. Die derzeit herrschende hohe Feinstaubbelastung kommt durch das Zusammenspiel verstärkter Emissionen (durch Heizungen, Abgase etc.) und einem stabilen Hochdruckgebiet zustande. Ändert sich die Wetterlage, sollten sich die Feinstaubwerte schnell wieder normalisieren. 

 


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Bildquelle: Uelzener Versicherungen

Keywords: Uelzener Versicherungen, Uelzener, Tierversicherung, Feinstaub, Atemwegserkrankungen, Pferde, Hunde, Katzen, Tierarzt, Tiergesundheit

Meta Title: Feinstaubbelastung auch für Tiere eine Gefahr

Meta Description: Die hohe Feinstaubbelastung der Luft kann für vorerkrankte Haustiere eine Gefährdung darstellen. Die Tierärztin der Uelzener Versicherung gibt Tipps.

Bildunterschrift: Stallruhe kann eher nachteilige Effekte haben, wenn es um die Schonung der Atemwege geht. Übermäßige Belastungen gilt es aber auch zu meiden.

 

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Presse und Öffentlichkeitsarbeit Saskia Hollatz

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Telefon: 0581 8070-3876 | E-Mail: S.Hollatz@uelzener.de

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Über die Uelzener Versicherungen

Auf dieser Seite finden Sie Pressemeldungen der Uelzener Versicherungen, bereitgestellt von der Kommunikationsagentur keySquare aus Berlin. (Impressum & Datenschutz)


Die Gruppe der Uelzener Versicherungen zählt zu den führenden Spezialversicherern für Tiere in Deutschland. Sie wurde 1873 gegründet und blickt nunmehr auf über 150 Jahre Tradition und Partnerschaft zurück. Als erstes deutsches Versicherungsunternehmen entwickelte die Uelzener schon 1984 die Tierkrankenversicherung. Seitdem vertrauen Halterinnen und Halter von Hunden, Katzen und Pferden sowie gewerbliche Kundinnen und Kunden wie Hundeschulen oder Pferdebetriebe auf deren Expertise. Das Unternehmen hat mit seinen rund 350 Mitarbeitenden den Stammsitz im niedersächsischen Uelzen. Darüber hinaus ist es u.a. mit Büros in Berlin und Hamburg sowie mit den Tochtergesellschaften Uelzener Service GmbH in Wegberg, Deine Tierwelt GmbH in Hannover und Cleo & You GmbH in Hamburg vertreten.